Freitag, 15. April 2011

Dort wo alles entsteht

Hier seht ihr ein paar Bilder von meinem Arbeitstisch. 
Ein heilloses Durcheinander...
Hier wird entwickelt, skizziert, gelötet, gebogen, gewickelt, gefeilt, gesägt, geklebt, lackiert, experimentiert, hin und wieder geflucht.
Hier baue ich Lampenschirme, Kerzenhalter, Drahtkörbe und seit kurzem auch kleine Architekturmodelle. 
Hier entstehen aus dünnen Drähten Einzelteile, die sich zu komplexen räumlichen Gebilden zusammenfügen.

Der Platz ist nicht groß, aber er reicht aus um kleine und große Traumwelten zu erschaffen.

Meine Inspiration orientiert sich an Formen aus der Natur, Strukturen die uns täglich umgeben, aus der Architektur, der Mode, dem Spiel von Licht und Schatten, oder aus dem Material selbst.

Angefangen hat alles mit einer Seifenschale, die ich irgendwo gesehen hatte und unbedingt nachbauen wollte.
Ich lieh mir den Lötkolben von einem damaligen Freund und machte mich daran, ein paar Drähte zusammen zu löten. Das klappte jedoch nicht gleich, die Verbindungen waren nicht stabil das Lot perlte ab wo es nur ging und mir fiel alles wieder auseinander. Am Ende hielt ich ein unförmiges Etwas in der Hand, das mit einer Seifenschale in keinster Weise etwas zu tun hatte.

Und doch hatte es mich gepackt. Mein zweiter Versuch sah schon besser aus.
Es war schon eher als Seifenschale erkennbar, und ich habe es auch stolz als solches benutzt.
Was ich dabei nicht bedacht hatte war, dass Seife und Wasser in relativ kurzer Zeit den Lack auflösten und mir das mühsam errichtete Werk vor den Augen weg rostete.

Auch die Angestellten der Baumärkte (zu dieser Zeit meine liebsten Ansprechpersonen) konnten mir oft nur mit den folgenden Worten weiterhelfen: „Das is' halt so!“ oder „Des geht net.“

Das war vor etwa acht Jahren.

Im Laufe der Zeit habe ich mir viele Fragen selbst beantwortet.
Habe bessere Techniken, und immer mehr Feingefühl dafür entwickelt, dem Draht die gewünschte Form zu geben. Mein Anspruch an Perfektion wuchs.
Die Schalen, die ich machte, wurden immer größer, die Formen komplizierter. Aus Seifenschalen wurden Präsentkörbe von einem halben Meter Durchmesser.

Und was in den Jahren so alles entstanden ist, erfahrt ihr in den folgenden Wochen. Es wird viele Bilder geben. Und einige Erläuterungen zur Entstehung.


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